⚠ Ist eine Verkürzung der Technikerausbildung im Saarland auf 3 Jahre sinnvoll? ⚠ - Eine kritische Betrachtung!

Absolventen-Feedback: "Ganz ehrlich gesagt ist es schon hart so eine Weiterbildung über vier Jahre durchzuziehen. Man muss sich aufrappeln und nach der Arbeit oder davor für Klausuren lernen, was gerade, wenn man Schichtarbeiter ist, noch anstrengender ist."

Als qualifizierte und gut ausgebildete Fachkräfte stehen Sie vor der Entscheidung, eine berufsbegleitende Technikerausbildung zu beginnen. Diese Entscheidung ist nicht einfach – viele Kriterien fließen in die Entscheidungsfindung ein. Insbesondere muss der berufliche und familiäre Alltag auf der Suche nach der für Sie passenden Technikerschule von Bedeutung sein. Im Saarland wird die berufsbegleitende Technikerausbildung seit dem Jahr 2006 von zwei Anbietern erfolgreich im sog. 4-Jahres-Modell angeboten. Bei der Festlegung der Dauer von 4 Jahren musste man mehreren Anforderungen Rechnung tragen: ausgehend von einer 2-jährigen (!) Fortbildung in Vollzeit musste man diese Unterrichtsbelastung so verteilen, dass zusätzlich zur Ausübung eines regulären Vollzeitberufes eine gerade noch akzeptable Belastung, aber erfolgreiche Absolvierung von 2.160 Unterrichtseinheiten, erfolgreichen Klausuren, einer erfolgreichen Abschlussprüfung sowie dem Anfertigen einer Technikerarbeit möglich ist. Im Ergebnis wurde eine Dauer von 4 Jahren festgelegt – jedoch unter der Auflage, dass zusätzliche 480 Unterrichtseinheiten in Heimarbeit abzuleisten seien, um die reguläre Zahl von 2.640 Unterrichtseinheiten nicht zu unterschreiten. Ab Sommer 2018 können Sie nun wählen, ob Sie die Technikerausbildung im Saarland in drei oder in vier Jahren absolvieren möchten.

Absolventen-Feedback: "Man muss auf manches Freizeitvergnügen verzichten, weil einem einfach die Zeit fehlt. Das erfordert auch Verständnis von der Familie und Freunden und vor allem von Kollegen [...]"

Wie soll mal eine berufsbegleitende Technikerausbildung, deren Umfang fest definiert bei 2.160 Unterrichtseinheiten liegt, um ein Ausbildungsjahr verkürzen können? Diese elementare Frage kann Ihnen leider niemand beantworten, weil damit bisher niemand Erfahrungen gemacht hat. Um ein Gespür dafür zu bekommen, welche zeitliche Belastung bei dieser 3-jährigen Fortbildung auf Sie zukommt, hilft eine einfache Rechnung: verteilen Sie 2.160 Unterrichtseinheiten auf 3 Jahre = 1095 Tage. Das heißt: Sie hätten - im Schnitt - jeden (!) Tag 2 Unterrichtsstunden, 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr! Und in dieser Zeit wird Ihnen nur der Stoff vermittelt – d.h. das Nacharbeiten des Stoffes, das Lernen für die Klausuren in jedem Semester und für die Abschlussprüfung, sowie das Anfertigen der Technikerarbeit kommen „on top“! Mit Hilfe dieser Rechenübung können Sie aber auch ermessen, dass auch die Technikerausbildung in einer Dauer von 4 Jahren bereits eine hohe Belastung darstellt. Es ist unsere Überzeugung, dass Sie Phasen brauchen, um einerseits auch mal „durchatmen“ zu können, gleichzeitig aber diese Phasen zur Nachbereitung von Stoff und Vorbereitung von Klausuren ganz einfach brauchen.

Das Festo Technikum kennt aus jahrelanger Erfahrung und intensiver Betreuung der Teilnehmer deren hohe Belastung. Ihre Freunde und Bekannten, die eine saarländischen Fachschule erfolgreich abgeschlossen haben, können Ihnen bestätigen, wie anstrengend und belastend eine vierjährige Technikerausbildung ist. Sollten Sie sich also unsicher sein, ob es möglich ist, eine berufsbegleitende Technikerausbildung in drei Jahren zu absolvieren, fragen Sie Personen aus Ihrem Umfeld, die Ihnen eine ehrliche und neutrale Stellungnahme dazu liefern können. Ein Blick in die Referenzen, also den Aussagen ehemaliger Teilenehmer, können Ihnen ein Gefühl vermitteln, wie anstrengend die vier Jahre sein werden.

Absolventen-Feedback: "Der Weg zum Techniker ist jedoch nicht immer einfach und erfordert ein hohes Maß an Disziplin. Die berufsbegleitende Version dauert vier Jahre, die man in ein bestehendes berufliches und privates Leben integrieren muss."

Und vielleicht lohnt sich auch ein Blick über den Tellerrand: Wer sich informiert und recherchiert, findet heraus, dass solche Modellversuche in anderen Bundesländern gescheitert sind und die Technikerschulen zurück zum bewährten 4-Jahres-Modell gewechselt sind. In Foren wird von mangelhaftem Prüfungserfolg am Ende der dreijährigen Technikerausbildung berichtet. Ein weiteres Risiko liegt in einem vorzeigen Abbruch. Mit einem vorzeitigen Abbruch einhergehend kommt es unweigerlich auch zu einem finanziellen Risiko resultierend aus der Rückzahlungsverpflichtung des Aufstiegs-BAföGs.

Absolventen-Feedback: "Ich bereue es nicht, die Weiterbildung im Festo Technikum gemacht zu haben, denn ich hatte niemals das Gefühl im Stich gelassen zu werden und fühlte mich auf jede Klausur, sowie die Abschlussprüfung bestens vorbereitet."

Unser Appell an Sie: Informieren Sie sich, sprechen Sie mit Kollegen, aktuellen und ehemaligen Teilnehmern, lassen Sie sich beraten.

⚠ Eine fundierte Technikerausbildung in 3 Jahren? ⚠ - Zahlen, Daten, Fakten - ein Vergleich!

 

3-Jahres-Modell (anderer Anbieter)

4-Jahres-Modell (Festo Technikum)

Gesamt-Unterrichtsstunden (APO-T): 2.160 UE + individuelle Nachbereitung 2.160 UE + individuelle Nachbereitung
Unterrichtsstunden pro Jahr: 720 UE 540 UE
Unterrichtswochenenden pro Jahr: 50 Wochenenden 40 Wochenenden
unterrichtsfreie Wochenenden pro Jahr: 2 bzw. 3 Wochenenden 12 bzw. 13 Wochenenden
Fazit: - extrem hohe Belastung

- keine Erholungsphasen

- kaum Zeit für individuelle Vor- und Nachbereitung

- keine belegbaren Prüfungserfolge im Saarland
- hohe Belastung

- ausreichend Erholungsphasen

- ausreichend Zeit für individuelle Vor- und Nachbereitung

- eindeutig belegbare Prüfungserfolge im Saarland

Rouven Ipser, Vertriebsleiter Tor & Tür Handel, Staatlich geprüfter Techniker Elektrotechnik, Kurs: ET8, Abschluss 2017

„In der vierjährigen Technikerausbildung im Festo Technikum werdet Ihr an eure Grenzen gehen müssen. Die zeitliche Belastung ist immens. Ihr dürft euer Ziel jedoch nie aus den Augen verlieren. Ich empfehle euch Lerngemeinschaften und vielleicht auch Fahrgemeinschaften. Dies erhöht die eigene Verbindlichkeit und ist oft auch ein Stabilisator in schweren Zeiten. Ihr habt am Ende den Abschluss zum Staatlich geprüften Techniker in der Tasche, viel wichtiger ist jedoch das Netzwerk an Fachspezialisten mit denen Ihr zusammengearbeitet habt und auf die Ihr in eurem zukünftigen beruflichen Leben zurückgreifen könnt. Dies ist das eigentliche Unbezahlbare.“ Firma Tor & Tür Handel

Nächste Info-Veranstaltung: 16. Mai 2018, 17:00Uhr im Festo Lernzentrum.

Schulträger & Fachrichtungen

Das Festo Technikum ist eine private Fachschule für Technik. Der Schulträger ist das Festo Lernzentrum. Seit September 2006 haben rund 1.100 Schüler in den Fachrichtungen Elektrotechnik, Maschinentechnik, Mechatronik und Bautechnik die Weiterbildung zum Staatlich geprüften Techniker begonnen. Seit 2013 bietet das Festo Technikum die Fachrichtung Maschinentechnik auch am Standort Dillingen an.

Beschäftigungsfähigkeit & Anwendungsorientierung

Im Hinblick auf Erhalt und Förderung der eigenen Beschäftigungsfähigkeit richtet sich die vierjährige Weiterbildung an Berufstätige, die sich berufsbegleitend höher qualifizieren wollen, um im Arbeitsmarkt bestehen oder sich weiterentwickeln zu können. Durch den Strukturwandel ist der Bedarf an Staatlich geprüften Technikern im Saarland und in Rheinland-Pfalz hoch.

Für das gesamte Angebot des Festo Technikums spielt die Anwendungsorientierung eine starke Rolle. Neben praktischen Übungen sind Versuche, Laborarbeit und Werkstoffpraxis integriert und stellen damit ein in dieser Form einmaliges Angebot dar. Dabei wird selbstverständlich auf das weltweit führende Know-how des Unternehmens Festo in der Automatisierung, der Elektrotechnik und der Handhabungstechnik zurückgegriffen.

Abschluss & Qualifizierung

Das Festo Technikum bietet die Technikerausbildung nach der saarländischen Verordnung für Fachschulen für Technik (APO-T) in berufsbegleitender Form an. Am Ende der Technikerausbildung müssen die Schüler an den staatlichen Abschlussprüfungen des saarländischen Ministeriums für Bildung und Kultur teilnehmen und erhalten neben der Fachhochschulreife und der allgemeinen Hochschulzugangsberechtigung den Abschluss zum „Staatlich geprüften Techniker/in“ in der jeweiligen Fachrichtung. Der Abschluss der Fachschule ist im Deutschen und Europäischen Qualifikationsrahmen dem Niveau 6 zugeordnet.

Mit dieser Weiterbildung erwerben die Absolventen eine gehobene berufliche Qualifikation. Sie qualifizieren sich für Führungsaufgaben der mittleren Ebene des betrieblichen Managements oder für die unternehmerische Selbständigkeit, denn der Abschluss zum/zur "Staatlich geprüften Techniker/in" ermöglicht nach § 7 Abs. 2 der Handwerksordnung (HWO) seit dem 01.01.2004 die selbständige Ausübung eines Handwerks in Ihrem Berufsstand ohne zusätzliche Prüfungen.

Anerkennung von Studienleistungen

Als Schüler des Festo Technikums haben Sie die Möglichkeit, sich erbrachte Studienleistungen aus einem abgebrochenem (Vollzeit-)Studium auf die Weiterbildung zum/zur Staatlich geprüften Techniker/in anerkennen zu lassen. Anerkannt werden Studienleistungen, die sich auf die nicht-schriftlichen Unterrichtsfächer unserer Fachschule für Technik beziehen. Von der Anerkennung ausgeschlossen sind die schriftlichen Prüfungsfächer der jeweiligen Fachrichtung.

Werksführung

Mit Abschluss der Grundstufe und dem Eintritt in die Fachstufe bieten wir unseren Schülern eine kostenlose Werksführung durch den Produktions- und Logistikstandort der Festo AG & Co. KG in St. Ingbert-Rohrbach an.

 

AKTUELL - Zusätzliche Fördermöglichkeit für Staatlich geprüfte Techniker/innen

Mit dem saarländischen "Meisterbonus" wird die Weiterbildung zum/zur Staatlich geprüften Techniker/in im Saarland noch attraktiver gemacht. Wer im Saarland seinen ständigen Wohnsitz hat und ab 2018 seine Technikerprüfung vor dem Ministerium für Bildung und Kultur ablegt, kann den Bonus in Höhe von 1.000 € (EURO) beantragen.

ERFOLGSBONUS - Ausbilderschein

Als erfolgreiche/r Absolvent/in dürfen Sie kostenlos am Vorbereitungslehrgang1 zur Ausbildereignungsprüfung vor der IHK Saarland nach AEVO (AdA-Schein) teilnehmen.

1 Die Prüfungsgebühren der IHK Saarland sind durch den Absolventen zu tragen.

Vom Techniker zum/zur Wirtschaftsingenieur/in (B. Sc.)

Nach erfolgreichem Abschluss der Weiterbildung zum/zur Staatlich geprüften Techniker/in Maschinentechnik steht Ihnen der Weg zu einer akademischen Karriere offen. Mit dem berufsintegrierenden Studiengang zum/zur Wirtschaftsingenieur/in erlangen Sie in sechs statt acht Semestern den akademischen Titel "Bachelor of Science" (B. Sc.). Für die Absolventen anderer Fachrichtungen bieten wir spezielle Vorbereitungskurse zu diesem Studium an.


Festo Technikum
Private Fachschule für Technik
Obere Kaiserstraße 301
D-66386 St. Ingbert-Rohrbach

Michael Heimann 06894 591-7439

Staatlich geprüfte Techniker/innen Maschinentechnik bauen Maschinen und Anlagen aller Art für unterschiedlichste Einsatzmöglichkeiten. Zusammen mit Ingenieuren projektieren, entwerfen, berechnen und konstruieren sie technische Systeme oder Systemteile. Ebenso sind sie für eine wirtschaftliche und termingerechte Fertigung und Montage zuständig. Sie überwachen und optimieren Prozessabläufe sowie den Material- und Maschineneinsatz und kontrollieren die Qualität der Produkte. Darüber hinaus warten sie regelmäßig die Betriebsanlagen. Der Einkauf und die termingerechte Bereitstellung von Material und Betriebsstoffen gehören ebenso zu ihren Aufgaben. Sie können auch im Verkauf maschinenbautechnischer Erzeugnisse tätig werden, Angebote ausarbeiten, Kunden betreuen und Anwender beraten.

Staatlich geprüfte Techniker/innen Maschinentechnik
werden bspw. in:

  • der Fertigungs- und Verfahrenstechnik,
  • der Konstruktion,
  • der Produktionsplanung und -steuerung,
  • dem Qualitätsmanagement,
  • der Materialwirtschaft oder
  • im Vertrieb eingesetzt.

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Staatlich geprüfte Techniker/innen Elektrotechnik sind an der Entwicklung und Zusammenstellung von Systemkomponenten der Automatisierungstechnik, der Haus- und Versorgungstechnik, der Energieerzeugung, der Informations- und Kommunikationstechnik beteiligt. Sie fertigen technische Zeichnungen an, programmieren elektrotechnische Bauteile, führen Prüfungen durch, erstellen Messberichte, analysieren Fehler und präsentieren Lösungsvorschläge. Außerdem bereiten sie die Fertigung vor, organisieren Arbeitsabläufe, schätzen den Personalbedarf ab und legen die Terminplanung fest. Sie begleiten den Produktionsprozess, überwachen ggf. die Montage und Inbetriebnahme elektrotechnischer Systeme vor Ort und sind für Funktionskontrolle und Qualitätssicherung verantwortlich. Die geleistete Arbeit dokumentieren sie nach den aktuellen Vorgaben und Richtlinien. In ihrer Tätigkeit beachten sie wirtschaftliche, ökologische und soziale Aspekte ebenso wie gesetzliche Vorschriften und sicherheitstechnische Regelungen und Normen.

Staatlich geprüfte Techniker/innen Elektrotechnik
haben ihre Aufgabenbereiche bspw. in:

  • der Instandhaltung,
  • dem Service und dem Support,
  • dem Vertrieb,
  • dem Einkauf und
  • der Materialwirtschaft.

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Staatlich geprüfte Techniker/innen Mechatronik fertigen mechatronische Produkte und Systeme aller Art. Zusammen mit Ingenieuren und Ingenieurinnen projektieren, entwerfen, berechnen und konstruieren sie technische Systeme oder Systemteile. Ebenso sind sie für eine wirtschaftliche und termingerechte Fertigung und Montage zuständig. Sie überwachen und optimieren Prozessabläufe, den Material- und Maschineneinsatz und kontrollieren die Qualität der Produkte. Dabei leiten sie Mitarbeiter an, sorgen für eine fachgerechte Ausführung der Arbeiten und beachten technische, betriebswirtschaftliche und ökologische Aspekte ebenso wie gesetzliche Vorschriften und sicherheitstechnische Regelungen und Normen. Darüber hinaus warten sie regelmäßig die Betriebsanlagen. Einkauf und termingerechte Bereitstellung von Material und Betriebsstoffen gehören ebenso zu ihren Aufgaben. Techniker/innen der Fachrichtung Mechatronik können auch im Verkauf maschinenbautechnischer Erzeugnisse tätig werden, Angebote ausarbeiten, Kunden betreuen und Anwender beraten.

Staatlich geprüfte Techniker/innen Mechatronik haben ihre Aufgabenbereiche bspw. in:

  • der Fertigungs- und Verfahrenstechnik,
  • der Konstruktion,
  • der Produktionsplanung und -steuerung,
  • dem Qualitätsmanagement,
  • der Materialwirtschaft,
  • dem Vertrieb und
  • der Instandhaltung.

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Staatlich geprüfte Techniker/innen Bautechnik übernehmen unterschiedliche Aufgaben auf mittlerer Führungsebene. Zur Planung eines Bauvorhabens erarbeiten sie Ausschreibungsunterlagen, kalkulieren Kosten, erstellen Entwurfszeichnungen und holen erforderliche Baugenehmigungen ein. Sie fertigen Detail- und Ausführungspläne sowie Baumodelle an und führen statische oder bauphysikalische Berechnungen durch. Darüber hinaus organisieren sie die Baustelleneinrichtung. Auf der Baustelle koordinieren und überwachen sie die Ausführung der Bauarbeiten. Sie achten darauf, dass behördliche Vorgaben eingehalten werden. Zudem entnehmen sie Boden- und Materialproben und untersuchen diese. Nach Abschluss der Bauarbeiten führen sie die Bauabrechnung und Nachkalkulation durch.

Staatlich geprüfte Techniker/innen Bautechnik finden bspw. Beschäftigung:

  • bei Bauträgern für Wohn- und Gewerbeimmobilien,
  • in Architektur- und Ingenieurbüros,
  • in der öffentlichen Verwaltung,
  • in Unternehmen des Betonfertigteilbaus oder
  • in Unternehmen des Hoch- und Tiefbaus.

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